Ich liebe Backrezepte, mit denen man ohne morgendlichen Knet – oder Geh-Marathon frisches Gebäck zum Frühstück auf den Tisch stellen kann.

Der Teig kann problemlos über Nacht im Kühlschrank gehen und wird am Morgen ohne weitere Gehzeit in den kalten Backofen gestellt. Durch die langsame Erwärmung im Backofen und durch den heißen Wasserdampf, geht das Brot erst während dem Backen so richtig auf.

Zum französischen Brioche passt sowohl süßer, als auch herzhafter Belag.

Besonders fein schmeckt es mir mit Räucherlachs oder dänischer Leberpastete.

Also genau das richtige Gebäck für ein gemütliches Frühstück mit Übernachtungsgästen.

Französischer Brioche

Französischer Brioche

Küche: französisch

Zutaten

  • 1/2 Würfel frische Hefe (20 g)

  • 1 Prise Zucker

  • 100 ml lauwarme Milch

  • 400 g Weizenmehl, Typ 550

  • 40 g Zucker

  • 1 gestr. Teel. Salz (ca. 8 g)

  • 50 g weiche Butter

  • 2 Eier (Gr. M)

  • 100 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)

  • 1 Essl. flüssige Butter (zum Einfetten der Form)

  • 1 Essl. Milch (zum Bestreichen)

Anweisungen

  • Die Hefe und 1 Prise Zucker in der lauwarmen Milch in ca. 10 Minuten auflösen.
  • Mehl mit Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Hefemilch, die weiche Butter und Eier zugeben. Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder dem Handmixer auf langsamer Stufe zu einem glatten Teig kneten. Das dauert ca. 10 Minuten und die Zeit solltest du dir unbedingt nehmen fürs gute Gelingen.
  • Nun die kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Etwa die Hälfte davon auf niedriger Stufe unter den Teig kneten. Erst wenn alles gut eingearbeitet ist und keine Butterstückchen mehr zu sehen sind, gibst du die restlichen Butterwürfel hinzu. Den Teig erneut sehr gut kneten, bis er glatt und geschmeidig ist und sich vom Schüsselrand löst. Das dauert nochmals ca. 10 Minuten mit der Küchenmaschine.
  • Am Ende den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zusätzlich noch mit der Hand kneten. Dabei die Teigkugel mehrmals nach außen ziehen und dann nach innen einschlagen und falten, dadurch erhält der Hefeteig später seine typischen Schichten.
  • Nun kommt er in eine Schüssel und kann abgedeckt an einem warmen Ort 1-2 Stunden ruhen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. (Alternativ den Teig nach etwa 45 Minuten in den Kühlschrank geben und am nächsten Morgen weiter verarbeiten).
  • Eine Kastenform mit zerlassener Butter einstreichen.
  • Den Teig aus der Schüssel holen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten, um die Luft entweichen zu lassen. (Falls er im Kühlschrank war, lass ihn vorher ca. 30 Minuten Raumtemperatur annehmen, damit er wieder elastisch wird). Dann in 8 gleichgroße Stücke teilen und jedes Teil zur Kugel formen. HINWEIS: Der Teig ist ziemlich weich, bitte trotzdem kein Mehl zugeben!
  • Jede Kugel mehrmals etwas dehnen, von außen nach innen einschlagen und den Teig mit dem Handballen wieder von der Mitte nach außen drücken. So erhält der Teig Spannung. Die Kugeln nun mit der glatten, schönen Oberfläche nach oben in die gefettete Kastenform legen. Wenn alle Teigkugeln in der Form sind, die Oberfläche mit ein wenig Milch bestreichen.
  • Die Kastenform kommt auf das Gitter (2. Schiene von unten) in den kalten Ofen . Auf die unterste Schiene ein Blech mit ca. 750 ml kaltem Wasser einschieben. (Wenn du einen Ofen mit Dampffunktion hast, kannst du statt dessen diese nutzen).
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft einstellen und die Brioche in ca. 40-45 Minuten goldgelb backen. Sollte die Oberfläche zu stark bräunen, die letzten 10-15 Minuten das Gebäck mit Folie oder Backpapier abdecken.
  • Genieße die Brioche am besten noch lauwarm. Wenn sie abgekühlt ist, kannst du sie auch in Scheiben einfrieren, und bei Bedarf auftauen und/oder toasten.

Rezept-Video